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Das schwarze Einhorn

Er ritt über die Straße auf die Mauern der Stadt zu. Er ritt nun schon seit 3 Tagen durch diese Gegend und hatte noch keine Bewohner gesehen. Er hat bisher nur verdorrte Erde und zerstörte Dörfer vorgefunden, als ob auf dem Land der Teufel durchgezogen ist. Wenn die Gerüchte stimmten dann wars wohl auch so. Als die Wachen auf der Mauer ihn erblickten, öffnete sich das Tor langsam und er betrat die Stadt. Die Menschen am Tor starrten ihn an als wäre er die einzige Person die seit langen durch das Tor hereingekommen ist.
"Was sucht ihr hier in diesem verfluchten Land ?" fragte eine verängstlich ausehende Torwache. Thryrael sagte :"Ich will euer Problem hier aus dem Weg schaffen. Der Wachman zögerte "Und wen darf ich anmelden?".
"Ich bin Thryrael reicht das ?"
"Jaja" sagte er und schrie dann "Laßt ihn durch, laßt ihn durch!!!"
Ohne noch ein Wort zu sagen ritt er weiter zum Palast. Er empfand kein Mitleid mit den halbverhungerten Menschen die ihn angstvoll anblickten. Wenigstens ist mein Ruf sogar bis hierhergekommen dachte er. Er war Thryrael auch genannt der Schreckliche . Denn er hatte schon auf vielen Schlachtfeldern gekämpft, egal ob er für einen Tyrannen gekämpft hatte oder für einen edlen und guten König. Er war ein Söldner und er kämpfte nur des Hasses wegen das in seinem Herzen loderte. Damals als er noch ein Junge war wurde seine Familie getötet, von Räubern. Aber selbst als er die Verbrecher 7 Jahre später gefunden und getötet hatte, ließ sein Hass nicht nach. und so tötete er immer weiter. Seine Rüstung ist schwarz wie die Nacht und da er sich im Laufe der Jahre die Zähne angespitzt hatte wirkte schon sein Aussehen Furchterregend.

Er sprangt von seinem schwarzen Pferd und trat ihn den Palast ein. Ein Dutzend Soldaten kam auf ihn zu und ihn der Mitte lief der König. Dieser trat auf ihn zu und reichte ihm die Hand. "Fremder wer seid Ihr und was im Gottes Namen sucht Ihr hier?"
"Ich bin Thyrael der Schreckliche und ich habe Gerüchte gehört, daß ihr hier ein Problem habt."
"Oh ja ein Problem, das Böse hat sich hier in diesem Land manifestiert und alle Städte außer dieser ausgerottet."
"Das Böse??? In welcher Gestalt?"
"In der Gestalt des gefallenens Einhornes, wie viele Ritter und Helden sind ihm schon schon zum Opfer gefallen. Wir haben schon aufgehört zu zählen. Ich hab schon viel von Euch gehört Thryael . Ihr seid Söldner und ich glaube kaum das es noch jemanden bessers als Euch gibt, um dem Bösen den Garaus zu machen ."
"Wieviel?"
"Ich würde 10.000 Goldstücke dafür geben, um mein Königreich zu retten, das ist unser gesamtes Gold."
" Wo hält es sich denn immer auf ???"
"Auf der alten Einhornlichtung im Süden immer dem Waldweg entlang, aber die Einhörner sind dort schon lange fort, denn die Kirche hat sie von hier verscheucht und jetzt geht wegen Gott mein Reich unter."
"Ich werde morgen früh losreiten"
Der König blickte aus dem Fenster in die untergehende Sonne: "Ja, tut das ihr bekommt ein Zimmer um Euch vorzubereiten. Viel Erfolg!"

Thryrael bereitete gerade seine Waffen vor, als er einen Schrei hörte, der vom Burgtor herüberdrang. Er legte sein Schwert um und rannte zur Burgwehr über dem Tor . Er blickte hinab und sah eine schrecklich zugerichtete Leiche in Rüstung vor dem Tor liegen. Die Rüstung und der Körper war vollkommen zerfetzt und verkohlt, als ob sie von einem brennenden Felsen überollt worden war. Dann erblickte er eine schemenhaftem schwarzen Pferdeschatten und zwei glühend rote Augen schienen ihn anzustarren. Man hörte eine dunkle Stimme, die aus der Hölle zu kommen schien.
"Soll dies eine Beleidigung sein ? Euer Held hat gewinselt wie ein reudiger Köter als er mich gerade erst erblickt hatte", sagte der Schatten und verschwand schnell in der Dunkelheit. Von da an wußte Thyrael, daß dies ein schwieriger Kampf werden würde bei dem er vielleicht sogar fallen konnte, aber er verspürte keine Furcht sondern eher füllte er sich angezogen von dieser Gestalt.

Als er am nächsten Morgen die Stadt verließ, blickten ihn die Menschen dort an als exestiere er gar nicht. Sie haben wohl schon zu viele durch das Tor verschwinden sehen, die nicht wiedergekommen sind, dachte er bei sich. Er ritt den ganzen Tag durch den verdorrten Wald . Des öfteren hörte er ein Schnauben und Knacken im Unterholz , so daß es sogar ihm Angst machte. Urplötzlich hörte der Weg auf und er stand auf einer Lichtung.
"Das wird sie wohl sein, sagte er leise zu sich selbst."
Thryael jagte sein Pferd davon und legte sich im Gebüsch auf die Lauer. Er lag unter einem Busch und wartete, langsam wurde es dunkel, aber er sah immer noch nichts. Irgendwann war es Nacht und auf einmal hörte er wie sich etwas durch das Gebüsch bewegte. Plötzlich vernahm er ein lautes Schnauben und darauf trat es auf die Lichtung. Die Lichtung wurde hell, wie im Schein von Feuer stand das Einhorn in ihrer Mitte. Es war kein normales Einhorn, die hatte er schon öfters auf Schlachtfeldern gesehen. Dieses hier hatte auch den Stolz und die Anmut im Gang doch es war schwärzer als die Nacht , die Augen glühten wie das Feuer der Hölle und sie waren voller Hass und Boshaftigkeit. Thyrael stockte der Atem und bekam es mit der Angst zu tun.
Dann blickte es in seine Richtung und sagte : "Tritt heraus, Thyrael!!!"
Und Thyrael gehorchte bevor er es merkte.
"Wie lange warte ich schon auf diese Nacht"
Es stand direkt vor ihm so daß er den fauligen Atem riechen konnte, es roch nach Tod. Ohne Grund stieg der Hass in ihm hoch doch er konnte nichts machen denn er fühlte sich hingezogen zu diesem Wesen. Aber das Einhorn redete weiter.
" Endlich werde ich erlöst werden, durch dich Thyrael"
"Ich kann Euch nicht töten"
"Töte mich Thyrael laß deinem Hass freien Lauf, dann bekommst du dein Geld, das Volk hier seine Ruhe und ich meine Erlösung. Nur jemand mit Hass im Herzen kann mich töten." brüllte es hinaus und hielt ihm den Kopf entgegen. Der Hass in Thyrael stieg immer stärker an bis er es nicht mehr aushielt,obwohl er vor dieser Kreatur Angst hatte, riß er sein Schwert aus der Scheide und stieß es dem Einhorn in den Hals. Es wieherte und bäumte sich auf, doch Thyrael hatte das Schwert durch den gesamten Hals gebort. Das Blut spritze ihn an und wo es auf ungeschütze Haut traf verbrannte die Haut . Thyrael schrie auf, doch dann lag das Einhorn am Boden und schnaubte schwer. Thyrael trat zu ihm blickte es an, die Augen hörten langsam auf zu glühen und das Blut verbrannte denn Boden.
"Thyrael, es gibt nur einen Grund warum du mich töten konntest."
"Und der wäre?"
"Ich wollte etwas Gutes tun." röchele es und starb.
Doch ehe Thyrael die Worte begreifen konnte schossen ein Haufen Blitze aus dem Körper des Einhornes und drückten Thyrael gegen den Kadaver bis er ohnmächtig wurde.

Thyrael schlug seine Augen auf und fühlte sich irgendwie anders. "Was war passiert?" fragte er sich. Er blickte sich um und endeckte einen Leichnam, seinen. Er schrie auf, doch anstatt einen Schrei zu hören, hörte er ein lautes Wiehern. Dann schaute er sich seine Hände , doch da waren keine Hände mehr. Er hatte Hufen. Thyrael stellte sich auf und bemerkte, daß er ab jetzt ein Einhorn war und daß sein Hass für immer verschwunden war.

The End

© Saien

Das Lied des Einhorns Geschichten - Spannende Kurzgeschichten von und für Groß und Klein. Das Urteil des Einhorns